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In weiser Voraussicht – Viele Fragen, um clevere (Zukunfts-) Entscheidungen zu treffen

Der tiefere Sinn in all meinen Blog-Artikeln und dem „Wo zu ich tue, was ich tue“ besteht darin eine Basis zu schaffen für clevere Entscheidungen, die weit in die Zukunft reichen sollen. Sowohl für persönliche Karrieren, als auch für die Zukunft eines Unternehmens.

Dabei geht es nicht nur darum Dinge zu wissen. Wie wir schon oft gesehen haben, reicht Wissen alleine nicht aus. Zuviel Mechanismen hindern uns darin, aus purem Wissen eine erfolgreiche Strategie und ein zielführendes Verhalten zu generieren.Blog Wissen Artikel

Diese Mechanismen sind vielfältig. Von Ablenkungen im täglichen Leben, die uns darin hindern uns mit den wichtigen Dingen wirklich auseinander zu setzen, bis hin zu psychologischen Faktoren, welche uns daran hindern, uns mit dringenden, möglicherweise schmerzhaften, Wahrheiten auseinander zu setzen.

Das Wissen ist aber auch oft in sich selbst gefangen. So weiß doch heute jeder Raucher, dass Rauchen keine gute Idee ist. Mehr Wissen, mehr Aufklärung usw. hindern einen langjährigen Raucher nicht daran weiter zu machen. Wissen ist hier nicht das Problem. Wir sind einfach grottenschlecht darin, unser Wissen „auf die Straße“ zu bringen. Internet und Social Media verstärken diesen Prozess noch. Wir sammeln immer weiter Wissen an (vor allem triviales), werden förmlich überschwemmt mit Wissen. Denken aber selten in Ruhe darüber nach, was es für uns bedeutet, weil schon wieder die nächste Information herein kommt.

Zudem sind wir sehr darauf getrimmt, eher statische Aussagen zu speichern. Keine Handlungen. Unternehmen z.B. schreiben ihre Werte immer in Hauptwörtern auf die Webseite, oder die Tafel in der Eingangshalle. „Wir stehen für Ehrlichkeit, Service und Qualität“ oder so ähnlich. Aber was bedeutet das in der täglichen Arbeit? Soll ich wirklich jedem Kunden jede Wahrheit sagen? Wie er in dem neuen Sakko aussieht? (fett und unförmig? Nein, es liegt nicht am Sakko). Das wir seine Bestellung verbummelt haben? Das die Konkurrenz eigentlich das bessere Produkt hat? Das wir nicht wirklich die beste Qualität haben, weil wir lieber billige Rohstoffe einkaufen? … usw. Das alles (und viele weitere Faktoren) trimmt unser Gehirn darauf, lieber nicht so sehr in die Tiefe zu denken. Lieber nicht das aktuelle System in Frage zu stellen, lieber nichts zu verändern, Veränderung an sich schlecht zu finden. Bei den bekannten Optionen Angriff, Flucht oder tot stellen wählt die Mehrheit leider oft das Letztere. Das ist aber fatal, wenn wir in einer Zeit ständiger, sehr schneller Veränderungen leben.

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Im Kontext unserer Thematik hier geht es darum, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen und diese Fragen sehr gewissenhaft und vorausschauend zu beantworten, um daraus eine Handlungsanweisung für die Zukunft zu stricken. John D. Rockefeller soll einmal gesagt haben: „Es ist besser, einen Tag über Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten!“ – In unserem Zusammenhang müsste es heißen: „Es ist besser einen Tag aktiv über die Zukunft nachzudenken, als jahrelang passiv darauf zu zu  treiben.“ Hier ein paar Anregungen:

Wenn sich in naher Zukunft (weniger als 5 Jahre) große Teile körperlicher Arbeiten wie Lager verwalten, Kisten schleppen, Ziegelsteine aufeinander setzen, Dinge zusammen schrauben usw. weitgehend durch Maschinen erledigen lassen,  wie sinnvoll ist es dann heute eine Ausbildung in dieser Richtung zu beginnen? Je nach Experte wird sich in den nächsten 20-30 Jahren der Arbeitsmarkt um 50% reduzieren. Vor allem bei mittleren und niedrigen Gehaltsklassen. Was sagt mir das über die Zukunft der Sozialsysteme? Wie bereite ich mich und meine Familie darauf vor? Welche Ausbildung, Umschulung, Neuausrichtung ist erforderlich?

Wenn Autos demnächst autonom fahren, (Uber will schon ab 2020 autonome Taxis in amerikanischen Großstädten anbieten) wie sinnvoll ist dann eine Berufswahl, als Taxifahrer oder sonstige Tätigkeiten, die mit Fahren zu tun haben? Wie sinnvoll ist es ein Parkhaus jetzt zu planen und zu finanzieren? Wie clever ist es, Parkplätze zu schaffen und darin zu investieren? Lohnt es sich wirklich, einen Fuhrpark aufzubauen, oder zu pflegen, mit Langzeit-Leasing Verträgen? Welche neuen Möglichkeiten entstehen daraus? Welche neuen Berufe und Geschäftsmöglichkeiten?

Wie muss ein Schul- und Ausbildungssystem umgestaltet werden, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden? Ist auswendig lernen und wieder geben können heutzutage wirklich eine nützliche Fähigkeit? Was kann man seinen Kindern mitgeben um sie bestmöglich vorzubereiten? Was sind zukünftig die gefragten Fähigkeiten? Ist „Schule“ als Lehr- und Lernmodell überhaupt noch zeitgemäß? Warum lernen Kinder schneller alle Levelbedingungen von Videospielen, sowie die dazugehörigen englischen Wörter, als ein paar Begriffe und Vokabeln in der Schule? Welche Fähigkeiten sind zukünftig nützlich und wichtig?

Wo sehe ich mich selbst in 10, 20, 30 Jahren? Was kann ich jetzt tun um mich vor zu bereiten? Wenn Menschen zukünftig deutlich über 100 werden können, bei guter Gesundheit, wie gehe ich damit um? Will ich wirklich ab 63 gar nichts mehr tun? über 40 Jahre lang? Wie kann ich aktuelle Erkenntnisse über Langlebigkeit jetzt schon nutzen? Was könnte mein Beitrag für die Welt sein, wenn ich so viel Zeit zur Verfügung habe? Wie sieht zukünftig eine sinnvolle Karriereplanung aus? Wie nutze ich meinen Wissensvorsprung über zukünftige Entwicklungen? Welche Investition wird sich später sicher auszahlen? Welches Nebengeschäft kann ich starten, welches diesen auf Entwicklungen basiert?

Als Unternehmer: Welche Technologien kann ich in meinem Unternehmen verwenden, vorbereiten? Bin ich in einer sicheren Branche? oder wird es mein Produkt, meine Dienstleistung so wie bisher bald nicht mehr geben? Ist es denkbar, dass ein Roboter, eine Maschine oder ein künstliche Intelligenz mein Unternehmen ersetzt? Wie reagiere ich darauf? Ist es denkbar, dass ich Roboter, eine Maschine oder eine künstliche Intelligenz in meinem Unternehmen einsetze? Wie kann ich jetzt schon damit beginnen, zukünftige Innovationen und Möglichkeiten in mein Unternehmen zu integrieren? Welche Schlüssel-Technologie ist für mich wichtig? Welche Abteilung wird es zukünftig nicht mehr geben? Welche Abteilung kann ich neu erschaffen?

Welche fünf Fragen kann ich mir selbst stellen, die meine Zukunft betreffen? Was sind die daraus zwingend hervor gehenden Konsequenzen? Was ist meine Lösung?

Wie der vielzitierte Wayne Gretzky sagt: „Ein guter Eishockeyspieler fährt dorthin, wo der Puck ist. Ein großartiger Spieler fährt dorthin, wo der Puck sein wird.“ Wo wird der Puck für jeden von uns liegen?

Wie kann ich mich jetzt schon auf diesen Punkt zu bewegen?

 

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