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KeyTec: Robotic – Robotik

Das ist der zweite Beitrag, aus einer geplanten Serie von Beiträgen, welche ich hier im Blog über Schlüsseltechnologien (KeyTec) schreiben werde. Die Idee dabei ist, einen schnellen, aktuellen Überblick zu bekommen und besser einschätzen zu können, was der jeweils gerade aktuelle Stand in der beschriebenen Technologie ist.
Roboter Technik Gehrer Robotik
Wenige Technologien werde eine derart dramatische Auswirkung auf unsere nahe Zukunft haben, wie Robotik. (Natürlich überschneiden sich hier Felder wie Robotik, Informatik, Künstliche Intelligenz usw. – aber für diesen Artikel betrachten Robotik mal als eigenständig und hochgradig disruptiv) Ganz einfach deshalb, weil Roboter eins zu eins kopieren, womit der überwiegende Teil der Bevölkerung seinen Lohn verdient: Arbeiten. Dummerweise kopieren Roboter menschliche Arbeit nicht nur, sie sind an einem Punkt der Entwicklung angelangt, an dem sie besser darin sind. Besser, zuverlässiger, schneller und billiger. Ein Produktionsroboter in der Autoindustrie ist umgerechnet momentan für einen Stundenlohn von ca. 4 Euro tätig. Er ist präzise, er braucht keine Pausen, er wird nie krank oder schwanger, macht keine Fehler, er fährt Abends nicht nach Hause und steht Morgens nicht im Stau.

Wie im Artikel über exponentielle Entwicklungen (auf den ich mich sicher noch öfter beziehen werde) schon beschrieben, haben wir einen Punkt der Entwicklung erreicht, ab dem nun alles sehr viel schneller vor sich geht als bisher. Die exponentielle Kurve überholt gerade die lineare Kurve. Nun kommt es sehr darauf an, auf welcher Seite des Beschäftigungsverhältnisses man sich befindet. Für Unternehmer in Roboter Blog Gehrer Robotikproduzierenden Branchen ist das alles eine gute Nachricht, für Arbeitnehmer vor allem solche, in einfachen, körperlichen Tätigkeiten eher nicht.

Wir wollen uns hier einen Überblick verschaffen, über den aktuellen Stand, um ein Gefühl dafür zu bekommen, inwieweit zukünftige Planungen und Entscheidungen evtl. neu überdacht werden sollten. Wie z.B. die Berufswahl für Kinder und Jugendliche, welche gerade über ihren weiteren Lebensweg nachdenken. Oder Betriebe, welche ihre eigene Zukunft planen. Wie in dem berühmten KODAK Beispiel schon beschrieben, unterschätzen gerade die langjährigen Insider dramatisch wo die nächste Disruption herkommen wird. Wer seit 60/70 Jahren mit seinem Geschäftsmodell auf dem Markt erfolgreich ist, kann sich nur schwer vorstellen, dass ihn ein paar unter 30-Jährige innerhalb von 18 Monaten komplett ausbooten. Genauso lange hat Instagram (ebenfalls ein Unternehmen in der Foto-Branche) gebraucht, um mit 13 Angestellten in 18 Monaten einen Verkaufspreis von 1 Mrd $ zu erzielen, während Kodak schon 2012 pleite ging. Das iPhone und seine Nachahmer haben innerhalb weniger Monate Nokia erledigt, von Blackberry (ehemals führend im Business-Bereich) spricht heute kein Mensch mehr. Yahoo hatte einen Marktanteil von 80% bevor Google auf den Plan trat. Heute hat Google bei den Suchmaschinen einen Anteil von 92%, während Yahoo auf 1,7% gefallen ist. Die Welt, speziell die digitale Welt ist voll von derartigen Fehleinschätzungen, diese Artikel sollen verhindern, dass dir das auch passiert.

Roboter Industrie 4 0 Robotik

Bei Robotik und Automatisierung haben wir unwillkürlich die Produktionsstraßen der Autoindustrie im Kopf. Das ist zwar ein sehr treffendes Bild, aber bei weitem nicht das einzige Szenario, in dem Roboter so weit sind, Menschen nicht nur zu ersetzen, sondern weit zu übertreffen. Das hat auch seine Vorteile, denken wir nur an sehr gefährliche oder unangenehme Arbeiten. Zukünftig autonome Roboter zu haben, welche als Minenräumkommando arbeiten und die Minenfelder der Welt beseitigen, könnte ein solches Einsatzgebiet sein. Eines, dass bis zu einem gewissen Grad schon Wirklichkeit geworden ist.

Ein Grund, warum Robotik sich unglaublich beschleunigen wird ist Vernetzung. Stell dir vor, du willst dich operieren lassen und überlegst welcher Chirurg den Eingriff machen soll. Dann gibt es einen Parameter, der dir sicher hilft, die richtige Wahl zu treffen: Erfahrung. Ein Chirurg, der seit 25 Jahren mehrmals täglich genau diesen Eingriff durch führt ist natürlich besser darin, als jemand der das nur ab und an macht. Er kennt alle denkbaren Szenarien, macht (so gut wie) keine Fehler, hat eine Antwort aufRobotik alle möglichen Eventualitäten, welche auftreten können.

Roboter haben nun einen weiteren Vorteil, sie können die Erfahrung anderer Roboter nutzen, indem sie sich vernetzen und auf die Erfahrungswerte anderer Maschinen zugreifen. Mit modernen Mega- und Gigabyteverbindungen und gewaltigen Speicherkapazitäten ist das kein Problem. Während nun jeder Mediziner, der ein guter Chirurg werden will leider immer bei null anfangen muss, gilt das nicht für Roboter. Sie können nicht nur direkt vom Start weg mit allen bisher gemachten Erfahrungen in ihrem Bereich gefüttert werden, sondern bleiben auch mit allen anderen Robotern (hunderten/ tausenden davon) in Kontakt, welche dieselbe Aufgabe erfüllen, wie sie selbst. Allein diese Fähigkeit macht Roboter unschlagbar in puncto Zuverlässigkeit, Fehlerquoten und selbständiger Lösungsfähigkeit.

Sehen wir uns ein bisschen an, was der aktuelle Stand ist. Wo Roboter und Automatisierung schon disruptiv sind und wo sie es demnächst sein werden.

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